Rollenspiele

- in Bezug auf Computer- und Gesellschaftsspiele

Bei Computerrollenspielen kann jeder Spieler in eine bestimmte Rolle schlüpfen. Taktisches Vorgehen entscheidet über Sieg und Niederlage. Es sind zwar Spielvorgaben gegeben, jedoch bestimmt auch die Fantasie jedes Spieles das Spielgeschehen.

Spielwelten & Handlung

Computerrollenspiele zeichnen sich durch erdachte oder adaptierte Welten aus. Meist haben sie zeitliche, soziale oder kulturelle Hintergründe. Das Spiel findet dann in der jeweiligen Spiel- oder Hintergrundwelt statt. Der Spieler kann eine oder mehrere Charaktere annehmen. Im Spiel können meist Fähigkeiten oder auch die Ausrüstung erweitert werden. Die so gesammelte Erfahrung hilft im Spielverlauf weiter. Je nach Spielverlauf sind Aufgaben zu lösen oder Kämpfe zu bestreiten. Der Spieler kann in eine fiktive Welt eintauchen, so lässt sich Hintergrundwissen erlangen. Diese Art von Computerspielen verleiht eine spezifische Atmosphäre. Die Identifikation eines Spielers und die damit gesteuerten Charaktere tragen zum Spielverlauf bei. Wo bei einem herkömmlichen Rollenspiel auf den Zufall anhand des Spielwürfels gesetzt wird, sorgt bei Computer Rollenspielen die Software für den Zufallsgenerator. Hier können auch simulierte Ergebnisse von Würfels dargestellt werden, oder sie zeigen lediglich den Misserfolg oder Erfolg einer versuchten Aktion an. Ob Auswirkungen für die Spielentscheidung in bestimmten Situationen eingetroffen sind, ermittelt das Programm oder es wird per Software mitgeteilt. Wirkliche Entscheidungen trifft somit das Computerprogramm.

Digitalisierte Pen- und Paperspiele

Mitte der 1970er Jahre entstanden die ersten RPGs für den Computer. Sie wurden von den bereits existierenden Pen-und Paper-Rollenspielen inspiriert. Auch das Rollenspiel DSA ist daran angelehnt. Es wurde allerdings stark verändert. Das Spiel hat ein sehr komplexes Regelwerk. Nach einen zufallsunabhänigigem Punktesystem werden die Spielcharaktere regeneriert. Es sind bei diesem Spiel keine starren Charakerklassen mehr vorhangen. Früher verfügten meist nur große Universitäten über entsprechende Großrechner, die in der Lage waren, diese Spiele zu spielen und zu speichern. So war es nur erklärlich, dass es Studenten waren, die weitere Computer Rollenspiele entwickelten. Viele damals entwickelte Spiele sind heute nicht mehr erhalten, weil der nötige Speicherplatz anderweitig benötigt wurde.

Erste Grafiktitel

Erst Anfang der 1980er Jahre kamen Spiele auf den Markt, die viele Neuerungen boten. Es wurde beispielsweise vollständig optisch dargestellt und auch gesteuert. Obwohl die Spiele sehr ausbalanciert waren, gab es einen enormen Umfang an verschiedener Ausrüstung. Einige Zeit später kamen Spiele auf den Markt, die die Entwicklung von Rollenspielen für die Zukunft sehr stark beeinflusst haben. Die aus heutiger Sicht einfache Handhabung und primitive Darstellung sowohl der Gegner als auch der Umgebung wurden ebenso wie das Kampfsystem zu einem Quasi-Standard. Diesem Standard folgen auch heute noch viele Spiele.

Spielfiguren

Bei einem Computerrollenspiel lenkt ein Spieler eine oder mehrere Figuren. Es kann die Spielfigur oftmals frei gestaltet werden. Existiert bereits eine Figur mit Persönlichkeitsprofil so ist taktisches Vorgehen gefragt.

Aktuelle RPGs

RPG (Rollenspiel) Ein Screenshot aus dem beliebten RPG Word of WarCraft.

Seit einigen Jahren haben Rollenspiele unter PC-Gamern ein Revival in Form von MMORPGs erlebt. Prominente Vertreter sind unter anderem:

  • Champions Online - ein ein Superhelden MMORPG in dem der Spieler als Comic-Held oder -Bösewicht unterwegs ist.
  • Jade Dynasty
  • Zu Online - ein chinesisches Fantasy-Rollenspiel in der Welt der Kampfkünste.